Unternehmen - Ausgangslage

 

Nach vorsichtigen Schätzungen haben ca. 30% aller PatientInnen, die eine/n AllgemeinmedizinerIn aufsuchen, behandlungsbedürftige psychische/psychosomatische Erkrankungen (Zintl-Wiegand 1988, Schulberg 1991).

 

Durch verschiedene Einflussfaktoren entwickeln sich bei einem Teil der Kranken chronische Krankheitsverläufe, die die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen anhaltend beeinträchtigen können.

 

Die Folgen dieser Beeinträchtigungen - Verlust des Arbeitsplatzes und Frühpensionierung - sind mit erheblichen Kosten für den Staat verbunden.

 

Der Anteil der psychisch Kranken an neu zuerkannten Invaliditätspensionen erreichte im Jahr 2009 beinahe 30% und wird nur von den Erkrankungen des Bewegungsapparates übertroffen.

 

Auch die Krankenstandstage wegen psychischen Erkrankungen nehmen seit Jahren zu, obwohl die Krankenstände im Allgemeinen abgenommen haben.